Denn zum Feiern sind wir geboren

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Motiviert und voller Vorfreude stapfe ich die letzte Düne hinauf, Sand rinnt in meine Schuhe und ich finde es romantisch. Vor mir öffnet sich der Blick auf das Meer. Majestätisch und dunkel wirft es im ewigen Rhythmus Wellen an den Strand. Der Himmel überschwemmt von grauschwarzen Wolken, nur am Horizont öffnet sich ein Panoramafenster darin und zeigt den blutroten Sonnenuntergang. Mein Herz pumpt dumpf in meinen Ohren. Obwohl.. eigentlich klingt das Herzgeräusch etwas zu eindeutig von links, um aus mir selbst zu kommen. Und eigentlich ist es auch ein bisschen zu schnell. Ich stolpere der Flut entgegen und stoppe vor dem schaumigen Rand der letzten Welle. Wind, Sand, Dunkelheit und Meeresrauschen. Und dieser Bass, verdammt.

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Hamburg ist keine Großstadt

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Ja, es stimmt: Ich bin kein Großstadtkind. Es ist alles zu voll und zu laut, der Blick ist ständig eingeschränkt und dauernd trifft man Leute. Denen man egal ist. Die einem selbst egal sind. Aber ja, auch das stimmt: Hamburg kann recht überzeugend sein. Auch im Februar, selbst wenn es nieselt. Es sind die Dinge, die hier nicht so sind.

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Der Mann, der Vögel liebt

IMG_1281„I have a boat!“, raunt uns ein bärtiger Geselle mit einer immensen Zahnlücke zu, als hätte er soeben offenbart, dass er ein Freudenhaus in der Lagune besitzt. Sören ist irritiert wie immer, wenn er von solchen Burschen angequatscht wird. Doch der Mann hat ein pinkfarbenes Poloshirt mit Flamingos drauf an, das ihn irgendeiner Vereinigung zuweist und irgendwie glaubwürdig macht. „Flamingos“ und „boat“ klingt für mich nach einem Abenteuer, das es sich zu begehen lohnt. Aber morgen. Der Zahnlückige rät uns, gegen Mittag auf ihn zu warten, er sei dann dort. Wir glauben uns gegenseitig nicht und sind dann doch am nächsten Tag, Punkt zwölf, alle am Treffpunkt: An der Fischerbucht unterhalb von Moulay-Bousselham, einem verdreckten Ort an der Küste zwischen Tanger und Rabat.

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Assilah

Assilah ist ein wunderschöner Küstenort mit weißen und bunten Häuschen in der Medina. Dort haben Sören und ich den ersten Tag auf dem fremden Kontinent verbracht.

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Amin war von 1980-84 in Deutschland beim Zirkus beschäftigt. Dort arbeitete er als Clown, baute auf und ab und erledigte, was sonst noch zu tun war. Heute lebt er wieder in Assilah und bemalt dort in seiner kleinen Werkstatt Holztische mit traditionellen marokkanischen Mustern.

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Long Way Down: Von Salamanca bis Assilah

IMG_0896Salamancasalamanca, du hoheitliche Stadt! Sie thront auf einem Hügel, reckt stolz ihre renaissancenen, sandweißen Mauern, Zinnen und Türmchen und sieht herab auf ihre hässlichen Vororte, die immergleichen rotbraunen Kastenbauten in denen haust, wer es nicht in die alte Stadt geschafft hat. Die alten, restaurierten oder gut erhaltenen Gemäuer der Innenstadt wirken pompös und beeindruckend, hohe Fassaden, über und über geziert von Reliefen, unterbrochen von dunkelroten, eisenbeschlagenen Toren. Vereinzelt sprenkeln fein umgärtnerte Bäume das Bild, insgesamt eine angenehme Altstadt.

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Fünf Tage Roadtrip pur: von Dortmund nach Salamanca

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Die Sonne geht purpurn und optimistisch über Dortmund auf. Jeder vernünftige Mensch liegt noch in den Federn, als Sören und ich uns müde und aufgeregt auf dem Weg nach Süden machen. Auf den Weg nach Marrakesch mit meiner Bullidame Zora, ein VW T3 von 1986, geschmeidige 367000 Kilometer auf dem breiten Buckel. In Köln nehmen wir kurzerhand einen Tramper mit, einen Franzosen, dessen Namen wir kleinIMG_4041nicht erfragen aber der nach Abenteuer, Sorglosigkeit und ein wenig Schweiß riecht und mit fünf Jungs durch Deutschland und Frankreich trampt. Er freut sich über das Auto und die Doors aber besonders über unsere Route, die wir kurzerhand verlegen. Statt nachmittags über Paris zu fahren, geht’s nach Troyes, wo wir den Tramper absetzen.

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