Keine Angst vor Afrika

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In Nigeria verschleppen die islamistischen Terroristen der Boko Haram Mädchen und Frauen, in Tansania werden Elefanten wegen ihrer Stoßzähne abgeschlachtet und in Libyen herrschen so unmenschliche Verhältnisse, dass die Menschen den Weg in einer Nussschale über den Ozean in Kauf nehmen, um aus ihrem Heimatland zu flüchten. Ja, Afrika ist gefährlich. Aber der zweitgrößte Kontinent der Erde ist viel, viel mehr als nur das. Klar, dass eine besorgte Mutter und ein aufgeregter Vater das anders sehen, wenn ihr junges, naives, blondes Mädchen mit dem Auto dorthin fahren will und dann auch noch einen Campingurlaub plant. Raub, Gewalt und Entführung geistern durch die Köpfe meiner Eltern. Schade, denn Afrika ist dreimal so groß wie Europa – und dementsprechend viel gibt es dort zu entdecken.

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Auf Marokkos Straßen

IMG_2012Der Verkehr in Marokko bedarf eines eigenen Kapitels. Hier gibt es eigentlich nur drei Autobahnen, die Längste führt an der Westküste entlang von Norden nach Süden. Diese Autobahnen sind fein ausgebaut und mautpflichtig. Wer aber zufällig nicht eine dieser drei Routen nehmen will, ist auf die Regionalstraßen angewiesen. Und die sind mit nichts in Deutschland vergleichbar. Weiterlesen

Der Mann, der Vögel liebt

IMG_1281„I have a boat!“, raunt uns ein bärtiger Geselle mit einer immensen Zahnlücke zu, als hätte er soeben offenbart, dass er ein Freudenhaus in der Lagune besitzt. Sören ist irritiert wie immer, wenn er von solchen Burschen angequatscht wird. Doch der Mann hat ein pinkfarbenes Poloshirt mit Flamingos drauf an, das ihn irgendeiner Vereinigung zuweist und irgendwie glaubwürdig macht. „Flamingos“ und „boat“ klingt für mich nach einem Abenteuer, das es sich zu begehen lohnt. Aber morgen. Der Zahnlückige rät uns, gegen Mittag auf ihn zu warten, er sei dann dort. Wir glauben uns gegenseitig nicht und sind dann doch am nächsten Tag, Punkt zwölf, alle am Treffpunkt: An der Fischerbucht unterhalb von Moulay-Bousselham, einem verdreckten Ort an der Küste zwischen Tanger und Rabat.

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Assilah

Assilah ist ein wunderschöner Küstenort mit weißen und bunten Häuschen in der Medina. Dort haben Sören und ich den ersten Tag auf dem fremden Kontinent verbracht.

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Amin war von 1980-84 in Deutschland beim Zirkus beschäftigt. Dort arbeitete er als Clown, baute auf und ab und erledigte, was sonst noch zu tun war. Heute lebt er wieder in Assilah und bemalt dort in seiner kleinen Werkstatt Holztische mit traditionellen marokkanischen Mustern.

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Long Way Down: Von Salamanca bis Assilah

IMG_0896Salamancasalamanca, du hoheitliche Stadt! Sie thront auf einem Hügel, reckt stolz ihre renaissancenen, sandweißen Mauern, Zinnen und Türmchen und sieht herab auf ihre hässlichen Vororte, die immergleichen rotbraunen Kastenbauten in denen haust, wer es nicht in die alte Stadt geschafft hat. Die alten, restaurierten oder gut erhaltenen Gemäuer der Innenstadt wirken pompös und beeindruckend, hohe Fassaden, über und über geziert von Reliefen, unterbrochen von dunkelroten, eisenbeschlagenen Toren. Vereinzelt sprenkeln fein umgärtnerte Bäume das Bild, insgesamt eine angenehme Altstadt.

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Fünf Tage Roadtrip pur: von Dortmund nach Salamanca

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Die Sonne geht purpurn und optimistisch über Dortmund auf. Jeder vernünftige Mensch liegt noch in den Federn, als Sören und ich uns müde und aufgeregt auf dem Weg nach Süden machen. Auf den Weg nach Marrakesch mit meiner Bullidame Zora, ein VW T3 von 1986, geschmeidige 367000 Kilometer auf dem breiten Buckel. In Köln nehmen wir kurzerhand einen Tramper mit, einen Franzosen, dessen Namen wir kleinIMG_4041nicht erfragen aber der nach Abenteuer, Sorglosigkeit und ein wenig Schweiß riecht und mit fünf Jungs durch Deutschland und Frankreich trampt. Er freut sich über das Auto und die Doors aber besonders über unsere Route, die wir kurzerhand verlegen. Statt nachmittags über Paris zu fahren, geht’s nach Troyes, wo wir den Tramper absetzen.

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Auf dem Weg nach Marrakesch

Die letzten Dinge sind gepackt, mein Zimmer ist untervermietet, Fulda halbwegs verabschiedet. Auf meinem alten Bulli lasten große Erwartungen: Am 19. Juli starten wir Richtung Marrakesch.

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Die Stationen für den Hinweg sind grob abgesteckt. So langsam schleicht sich bei mir ein mulmiges Gefühl ein: Fünf Wochen lang werden wir unterwegs sein. Rund 7000 Kilometer muss meine alte Bullidame Zora schaffen. Doch viel größer als das mulmige Gefühl ist das aufgeregte Kitzeln im Bauch. Abenteuer, Fernweh, Farben, Gerüche, Träume, Aussichten und Ansichten warten auf mich. Außerdem tausende Bilder. Ich bin aufgeregt wie wild. Hier werde ich alle Interessierten auf dem Laufenden halten.

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