Azzemour

Nach unserem Ausflug in die Großstadt Rabat durchqueren wir Casablanca, halten dort aber nicht. Es ist einfach zu viel. Als nächstes steht Azzemour auf dem Plan. Das soll ein kleiner, netter Fischerort an einem Fluss nahe der Küste sein. Es ist aber auch sehr arm, voller Straßenkatzen und fast touristenfrei.

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Ein junger Mann führt uns durch die Viertel der Franzosen, der Spanier und der Juden und zeigt uns außerdem eine alte portugiesische Festung, von deren Turm wir über die ganze Stadt gucken können. Nach der Führung fragt er uns nach Kleidung für sich und seine Familie. Zwar hatte Edith Kolbach, die Reisebuch-Autorin von solchen Fragen geschrieben, so richtig glaubten wir dem aber nicht. Ich gebe ihm ein Kleid von mir, Sören verschenkt seine Flip Flops. Er ist ehrlich dankbar. Wir ein wenig verlegen. So sieht als echte Armut aus…

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Überall in der Stadt treffen wir auf wunderschöne, riesige Wandgemälde. Auf Treppen, Gebäude und Mauern sind Comiczeichnungen, Grafffities, abstrakte Malereien und Banksy-artige Bilder gemalt. Als wir unseren selbsternannten Fremdenführer danach fragen, erklärt er, die Franzosen seien die Maler. Was genau das heißt und warum gerade in diesem Ort so viel gemalt wird, finden wir nicht heraus. Aber gerade der Kontrast zwischen der hinterweltlerischen Armut des Ortes und des bissigen Humors der Bilder ist faszinierend.

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Bildnis und Realität

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